LSG — not4sale!

The RESOLUTION is here!

Internationaler LSG-Gipfel mit Verabschiedung internationaler Resolution

„Herr Spohr: übernehmen Sie Verantwortung für Ihre 35.000 LSG Beschäftigten weltweit, welche Ihrem Unternehmen jahrelang treu gedient haben und deren Zukunft Sie nun gefährden.“

Eine ereignisreiche Woche geht zu Ende: Mo, 02.09. | 2. Verhandlungsgespräch mit dem Lufthansa Vorstand Di, 03.09. | bundesweite LSG-Betriebsversammlungen, Gespräch mit Hessischen Landtagsabgeordneten und Demo. Der Höhepunkt war der Internationale LSG-Beschäftigten-Gipfel am 05.09.2019. Teilgenommen haben LSG-KollegInnen aus den USA, Großbritannien, Deutschland sowie Gewerkschaftsvertreterinnen von UNITEHERE (USA), unite the UNION (UK), sowie die Vorsitzende der European Transport Workers` Federation (ETF) Lidia Spera. Gemeinsam wurde folgende Resolution verabschiedet:

Resolution des LSG-Beschäftigtengipfels


Frankfurt, 5.September 2019

Wir, die Vertreter/innen von 20.000 LSG Beschäftigten aus Großbritannien, den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland sind heute zusammen gekommen zu einem internationalen Beschäftigtengipfel der LSG. Wir erklären hiermit öffentlich und fordern den Lufthansa Vorstand auf:

Herr Spohr: übernehmen Sie Verantwortung für Ihre 35.000 LSG Beschäftigten weltweit, welche Ihrem Unternehmen jahrelang treu gedient haben und deren Zukunft Sie nun gefährden.

Mehr als 7.000 LSG Beschäftigte wenden sich in Deutschland unter dem Motto “LSG-not4sale!” an Sie.
Wir fordern, dass Sie den Verkauf des Unternehmens unterlassen und Haupteigentümerin bleiben.
Sollten Sie am Verkauf festhalten, akzeptieren wir diesen nicht ohne die Absicherung der Arbeitsplätze und den Erhalt sowie die Verbesserung der Sozialstandards. Nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt!
Momentan ist die Lufthansa dabei, LSG Jobs nach Bor, Tschechien, auszulagern, wo Beschäftigte aus den Philippinen für 5 Euro die Stunde arbeiten. Das ist nicht das, was wir unter sozialer Verantwortung verstehen!

In den U.S.A. können sich mehr als die Hälfte der 11.000 LSG Beschäftigten keine Krankenversicherung leisten. Einige Beschäftigte müssen sich verschulden, um zu überleben. Die Bezahlung ist so niedrig, dass viele ihre Miete nicht zahlen können. Einige sind obdachlos geworden, obwohl sie Voll¬zeit für die LSG arbeiten. Gesundheit und Sicherheit in den Küchen sowie fehlende Altersvorsorge sind ebenfalls von großer Bedeutung.

Deswegen sind tausende Beschäftigte von LSG Sky Chefs kürzlich in die Urabstimmung für einen Streik getreten. Sie sind bereit, ihre Arbeit nieder zu legen, falls und wenn das Nationale Schlichtungskommittee dies erlaubt.
In einer Branche, in der große Airlines wie American, Delta, United und Lufthansa in den letzten Jahren Milliarden an Gewinn gemacht haben, erwarten wir von Lufthansa, dass sie Armutslöhnen ein Ende setzen und Zugang zu bezahlbarer Gesundheitsversorgung schaffen.

In Großbritannien bangen über 3.000 LSG Beschäftigte um ihre Zukunft - viele von ihnen sind unter¬bezahlt. Die 1.000 Alpha LSG Beschäftigten am Flughafen Heathrow verdienen lediglich 8,21 Pfund in der Stunde, anstatt den Londoner Mindestlohn von 10,55 Pfund. Davon kann man nicht leben.
Wir erwarten von Lufthansa Transparenz über den anstehenden Verkauf, Arbeitsplatzsicherheit und eine bessere Bezahlung.

Herr Spohr: Diese Schilderungen zeigen deutlich, dass wir als globale Gewerkschaften noch stärker zusammenarbeiten werden, da Sie eindeutig nicht in der Lage sind, die Arbeitsbedingungen auf eine Art und Weise zu gestalten, die die harte Arbeit der LSG Beschäftigten respektiert.
Im Rahmen unserer internationalen Transportarbeiterförderationen ETF und ITF akzeptieren wir nicht, dass Sie sich weigern, mit uns in den unmittelbaren, konkreten Dialog zu angemessenen Arbeitsbedingungen, Arbeitsplatzsicherung zu existenzsichernden Löhnen und Zugang zu einer bezahl¬baren Krankenversicherung zu treten.

Wir wenden uns auch als Aufsichtsratschef der Internationalen Airline Verbandes IATA an Sie:
Wir sollten belohnt werden, anstatt für unseren Einsatz bestraft, welcher Lufthansa, American und 250 Airlines weltweit Rekordprofite verschafft und dabei gleichzeitig den Passagieren Sicherheit und Komfort ermöglicht.

Nächster Verhandlungstermin Best-Owner-Vereinbarung

Unsere internationale Solidarität und Zusammenhalt als Beschäftigte der LSG wird größer! Das ist ein starkes Signal an den Lufthansa-Vorstand: Wir lassen uns nicht abspeisen, nicht spalten und erwarten, dass der Lufthansa Vorstand soziale Verantwortung übernimmt!

Das nächste Verhandlungsgespräch mit dem Lufthansa Vorstand findet am Donnerstag, den 12.09.2019 statt.
Wenn wir ernst genommen werden wollen am Verhandlungstisch dürfen wir jetzt nicht nachlassen! Nur gemeinsam – sowohl in Deutschland, als auch international – haben wir eine Stimme, die laut genug ist, um endlich gehört zu werden!

Euer ver.di-LSG-Koordinierungskreis
(ver.di-Geschäftsfeldtarifkommission und
ver.di-Vertrauensleute-SprecherInnen)

Frankfurt, 06. September 2019

Resolution of the LSG workers‘ summit


5 September 2019, Frankfurt

We, the representatives of 20,000 LSG employees in the UK, the United States of America and of Germany came together today on our international LSG Workers summit in Frankfurt and hereby declare and ask the Lufthansa Board publicly:

Mr. Spohr: take responsibility for your 35.000 LSG workers internationally who have served your company with dedication for years but whose futures you have put at risk.

More than 7,000 LSG Sky Chefs workers throughout Germany are campaigning under the slogan ‘LSGnot4sale!‘ We demand that Lufthansa not sell the company and maintains majority ownership. In any case we do not accept a sale without clear assurances that jobs and workplace standards will be kept and developed not only in Germany but all over the world!

At this moment in time Lufthansa is outsourcing German LSG jobs to Bor, Czech Republic, where workers from the Philippines make approximately €5 per hour. This is not what we call social responsibility!

In the USA more than 50% of the 11,000 LSG workers cannot afford health insurance. Some workers have to go into debt to survive. Pay is so low, that many workers are having trouble paying their rent and some have been homeless while working full time for LSG. Health and safety conditions in the kitchens and the lack of retirement security are also a major issue.

This is why thousands of LSG Sky Chefs workers just took strike votes and are ready to strike if and when released by the National Mediation Board. In an industry where the big airlines – American, Delta, United and Lufthansa – have earned billions in profit over the last five years, we demand that Lufthansa ends poverty wages and guarantee access to affordable health insurance.

In the UK, over 3,000 LSG workers are afraid of their future and many of them are underpaid. The 1,000 Alpha LSG workers at Heathrow airport only make £8.21 per hour instead of earning the London living wage of £10.55. This is not enough to make ends meet.

We demand that Lufthansa provides transparency about what is actually happening with the upcoming sale, give us a guarantee of the preservation of our jobs and raise living standards.

Mr. Spohr: These situations show clearly that we as the global unions will be working even closer together in light of your inability to handle your labour relations in a way that respects the hard work and dedication of workers in LSG Sky Chefs.

Within the frame of our International Transport Workers‘ Federation (ITF) and European Transport Workers‘ Federation (ETF) we do not accept your refusal to enter immediately into a meaningful dialogue with us about decent working conditions and secure future jobs at a living wage with affordable healthcare and guaranteed trade union rights.

We address you as the current head of IATA: We should be rewarded, not punished, for our dedication in helping Lufthansa, American and 250 airlines globally to make record profits, while also keeping the airlines safe and the passengers comfortable with our hard work.

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