LSG — not4sale!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Gestern, am Dienstag den 29.10.2019 fand ein weiterer Verhandlungstermin mit dem Lufthansa Management im Auftrag des Lufthansa Vorstand statt.

Stillstand in den Gesprächen

Es war mittlerweile das 6. Gespräch ohne konkrete Ergebnisse.

Am Verhandlungstisch geht es momentan nicht weiter. Wir haben keine weiteren Zusagen bekommen. Selbst Dinge, die schon gesichert waren in den letzten Gesprächen, stehen wieder zur Diskussion.

Man sagt uns wir dürfen nicht mit Do&Co und Gate Gourmet reden

Die Lufthansa will und wird die LSG verkaufen. Die Entscheidung hierüber trägt der Lufthansa Vorstand.

Deshalb wollen wir mit Do&Co und Gate Gourmet VOR Unterschrift Verkaufs die Sicherung unserer Arbeitsplätze und Sozialstandards vereinbaren.

Warum? Die Lufthansa will den Cateringvertrag mit Gate Gourmet oder Do&CO so billig wie möglich abschließen. Dieses Preisdiktat der Lufthansa ist gefährlich für uns. Umso weniger die Lufthansa für den Cateringvertrag bezahlt, umso höher wird der Druck auf unsere Tarifverträge. Wenn das Geld, das Lufthansa in Zukunft für unsere Cateringleistung zahlt nicht ausreicht, wird der neue Eigentümer der LSG versuchen, unsere Tarife abzusenken.

Deswegen wollen wir VOR dem Verkauf Sicherheit von beiden Interessenten.

Nun behauptet DER SPIEGEL, wir hätten mit Do&Co und Gate Gourmet auf Einladung der Lufthansa Abend gegessen. Das ist falsch. Richtig ist, dass wir am 8.10.2019 zu einem Gespräch mit beiden eingeladen waren und ihnen unsere Forderungen mitgeteilt haben. Hierüber haben wir bereits hier berichtet.

Wir haben beide Unternehmen letzte Woche angeschrieben und sie zur Aufnahme von Verhandlungen aufgefordert. Die Lufthansa will dies nicht und beruft sich auf angebliche Verschwiegensheitsklauseln. Woran das wohl liegt?

Je mehr Zusagen wir von Do&Co und Gate Gourmet bekommen würden, desto weniger Geld würde die Lufthansa für den Verkauf der LSG bekommen! Wir sagen deshalb weiterhin: Sofortige Garantien für unsere Arbeitsplätze und Sozialstandards für ALLE!

Lufthansa, Gate Gourmet und Do&Co müssen alle drei sofort Verantwortung für uns 7.000 Beschäftigte übernehmen!

Absage der bundesweiten Betriebsversammlungen - der Vorstand wäre nicht erschienen

Der Vorstand der Lufthansa taucht ab. Carsten Spohr und Fr. Dr. Bettina Volkens stellen sich unseren Forderungen nach der Sicherung unserer Existenz und unserer Familien nicht. Sie entziehen sich ihrer sozialen Verantwortung.

Der LH Vorstand schiebt das LSG Management vor, das keine Aussagen zum Verkauf und unseren Forderungen machen kann. Denn alle diese Entscheidungen trifft der LH Vorstand und niemand von der LSG.

ver.di begrüßt und versteht die Entscheidung der Mehrheit der Betriebsräte in ganz Deutschland, kurzfristig die heutigen Betriebsversammlungen abzusagen. Es gibt keine Bewegung in den Verhandlungen und damit keine Neuigkeiten. Niemand vom Vorstand stellt sich der Verantwortung!

JETZT Mitgliederversammlungen: Wie machen wir gemeinsam weiter als ver.di bei der LSG?

Nun ist es Zeit, dass wir mit ALLEN ver.di-Mitgliedern beraten und diskutieren, wie wir mit diesem Verhalten des LH Vorstands umgehen werden. Dazu werden in den nächsten zwei Wochen ver.di-Mitgliederversammlungen stattfinden, auf denen wir unsere nächsten Schritte und mögliche weitere Aktionen beraten.

Die Termine an den Standorten sind in der Abstimmung. Ihr erfahrt sie von euren ver.di-Vertrauensleuten und euren ver.di-Betriebsräten.

Nächster Verhandlungstermin und mögliche Fortsetzung der Betriebsversammlungen

Der nächste Verhandlungstermin mit dem Lufthansa Vorstand findet am 21.11.2019 in Frankfurt statt.

Im Kreis der Betriebsräte wird diskutiert werden, ob es die Betriebsversammlungen am 22.11.2019 fortgesetzt werden.

Euer ver.di-LSG-Koordinierungskreis
(ver.di-Geschäftsfeldtarifkommission und ver.di-Vertrauensleute-SprecherInnen)
Frankfurt, 30. Oktober 2019

(flyer download)
(315,37 kB)

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