LSG — not4sale!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

gestern hat die Lufthansa ad hoc be-kannt gegeben, dass Gate Gourmet die LSG kaufen wird. Statt uns zu infor¬mieren haben wir es aus der Presse erfahren - das ist respektlos! Wir gehen davon aus, dass in den nächsten zwei Wochen der Kaufvertrag unterschrieben wird. Wir, als ver.di bei der LSG, halten den Verkauf weiterhin für falsch! Gerade JETZT geht es für uns als Kolleginnen und Kollegen darum, dran zu bleiben, und weiter für den Erhalt unserer Ar-beitsplätze und Sozialstandards zu kämpfen!

Der Lufthansa Vorstand hat die soziale Verantwortung für uns Kolleginnen und Kollegen der LSG zu tragen!

Mehrmals saßen wir als ver.di bei der LSG am Tisch mit dem Lufthansa Vorstand. Mehrmals haben wir deutlich gesagt, dass wir die Entscheidung zu verkaufen falsch finden! Mehrmals ha-ben wir betont, dass der Lufthansa Vorstand soziale Verantwortung über-nehmen muss, um unsere Arbeits-plätze und Sozialstandards zu erhalten! Aber bisher keine Spur davon. Die vielen Gespräche haben bis jetzt zu keinem Ergebnis geführt. Jetzt liegt es beim Lufthansa Vorstand noch VOR dem finalen Signing mit der Gate Group endlich Zusagen zu machen! Die Gelegenheit dafür gibt es!

Kurzfristig findet diese Woche am Freitag, den 29. November 2019, ein weiterer Verhandlungstermin statt.

Die Zusage vor dem Signing ist wichtig, damit die Kosten für unsere soziale Sicherung noch in den Verkaufspreis eingehen kann. Carsten Spohr und Dr. Bettina Volkes, übernehmen Sie soziale Verantwortung!

Wir wollen umgehend mit Gate Gourmet reden!

Jetzt wo die Gate Group als Käufer feststeht, wollen und werden wir erst Recht so schnell wie möglich mit Gate Gourmet Gespräche führen!

Zuerst muss jedoch die Lufthansa mit uns sofort einen Tarifvertrag abschließen, der uns vor Einkom-mensverlusten schützt!

Wir bereiten uns JETZT auf einen Streik vor!

Sollten die Verhandlungen am Freitag erneut kein akzeptables Ergebnis brin¬gen, werden wir streiken!! Das heißt, dass wir uns als Belegschaft unmittel¬bar auf einen Streik vorbereiten müs¬sen! Sprecht mit euren Kolleginnen und Kollegen darüber, dass sie sich bereit machen. Wir müssen viele sein!

Für alle, die noch nicht Mitglied in ver.di sind, wird es spätestens JETZT Zeit einzutreten!

Als starkes Signal an die Lufthansa endlich Zusagen zu machen, sowie als Botschaft für Gate Gourmet, dass sie es mit gut organisierten Kolleginnen und Kollegen zu tun hat, die eine Absenkung ihrer Stan¬dards nicht einfach hinnehmen.

Denn machen wir uns nichts vor - der Kampf ist mit der offiziellen Ankündi-gung des Verkaufs nicht vorbei. Im Ge¬genteil - er geht jetzt weiter! Auch Gate Gourmet wird uns nicht einfach ohne unser Zutun etwas geben, wenn wir nicht bereit sind dafür zu kämpfen.

Sprich mit deinen ver.di-Vertrauensleuten und ver.di-Betriebsräten

Wenn ihr Fragen bezüglich eines möglichen Streiks habt und/oder aktiv bei der Organisierung unterstützen möch¬tet, sprecht JETZT eure ver.di-Vertrau¬ensleute und eure ver.di-Betriebsräte an!

STREIKS SIND ZULÄSSIG!

Der Streik ist ein Grundrecht (Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz) und das rechtmäßige Mittel zur Durchsetzung der Tarif¬forderung (BAG v. 12.09.1984 – 1 AZR 342/83). Dies gilt für Warnstreiks genauso wie für den Vollstreik. Der Streik ist immer das letzte Mittel, um be-rechtigte Forderungen der Gewerkschaften durchzusetzen; daher ist es gerade dann not¬wendig, dass möglichst alle zum Streik aufge¬rufenen Arbeitnehmer/-innen sich am Streik beteiligen. Jede Kollegin und jeder Kollege darf an einem (Warn-)Streik teilnehmen. Der Arbeitgeber darf das nicht verhindern. Benach¬teiligungen wegen der (Warn-)Streikteilnahme sind verboten.
Die Teilnahme an einem rechtmäßigen Streik stellt keine Verletzung des Arbeitsvertrages dar. Maßregelungen durch den Arbeitgeber wegen der Teilnahme an einem Streik sind verboten. Der bestreikte Arbeitgeber darf des¬halb dem/der streikenden Arbeitnehmer/-in nicht kündigen. Nach Ende des Streiks besteht ein Anspruch auf Weiterbeschäftigung. Wäh¬rend des Streiks ruht das Arbeitsverhältnis. Der/die Arbeitnehmer/-in braucht keine Arbeitsleistung zu erbringen. Ein Anspruch auf Arbeitsentgelt besteht für die Dauer des Streiks nicht. ver.di Mitglieder erhalten Streikgeld!

Euer ver.di-LSG-Koordinierungskreis
(ver.di-Geschäftsfeldtarifkommission und ver.di-Vertrauensleute-SprecherInnen)

Frankfurt, 27. November 2019

(flyer download)
(252,26 kB)

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